KREIS ALTENKIRCHEN. Ein Blick hinter sonst verschlossene Werkstore, faszinierende Einblicke in moderne High-Tech-Fertigungen und Begeisterung bei Groß und Klein: Die zweite Auflage der „Nacht der Technik“ im Landkreis Altenkirchen am Freitag, den 18. September 2026, bot Besucherinnen, Besuchern und heimischen Unternehmen gleichermaßen eine wertvolle Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen, Entdecken und Vernetzen. Gemeinsam initiiert von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Altenkirchen und dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI), öffneten 17 regionale Unternehmen ihre Türen. Zwischen 800 und 900 Technikbegeisterte nutzten die Gelegenheit, die wirtschaftliche Innovationskraft der Region hautnah zu erleben – darunter über 300 Schülerinnen, Schüler und Studierende, die freien Eintritt erhielten.
Nacht der Technik begeistert mit Erlebnisfaktor
Schon im Vorfeld war das Interesse groß: Plätze in zahlreichen Programmen waren bereits vor Beginn der Nacht reserviert. Speziell eingerichtete Bus-Shuttles brachten die Gäste wie bei geführten Exkursionen bequem von Betrieb zu Betrieb, viele waren auch mit dem eigenen Pkw unterwegs. Ob spannende Live-Demonstrationen, Roboter-Vorführungen, Werksführungen oder interaktive Mitmach-Stationen: Die Unternehmen boten ein abwechslungsreiches Programm, das Jung und Alt gleichermaßen in den Bann zog. Besonders für den Nachwuchs erwies sich der Abend als echte Chance zur beruflichen Orientierung. Rund 40 Prozent der Besucher machten die „Young Talents“ aus, von denen viele gezielt das Gespräch mit Ausbildern und Azubis suchten.
Zufriedenes Echo: Das sagen Veranstalter und Wirtschaft
Positiv fiel die Bilanz bei den beteiligten Firmen und Initiatoren aus. Landrat Dr. Peter Enders, selbst bis Mitternacht unterwegs, zeigte sich rundum zufrieden: „Die Entscheidung, die Nacht der Technik zu wiederholen, war genau die Richtige. Insbesondere für junge Menschen kurz vor dem Schulabschluss war der Abend eine hervorragende Gelegenheit, Ausbildungsplätze kennenzulernen.“ Er dankte allen beteiligten Unternehmen und sprach sich ausdrücklich für eine Fortsetzung des Formats aus.
Auch von Seiten der regionalen Wirtschaft gab es viel Lob für die besondere Atmosphäre und den unkomplizierten Austausch. Mario Stangier, Geschäftsführer von Stahlbauhoch3, hob den verbindenden Charakter der Aktion hervor: „Wir wollen die Jugend abholen – aber genauso die Leute aus der Nachbarschaft und auch ‚Oma Erna‘. Das passiert sonst nicht. Wir finden es toll, dass wir mit der Nacht der Technik die Chance dazu haben.“
Der Blick steht schon auf 2028
Die „Nacht der Technik“ ist ein Veranstaltungsformat, das Technik, Innovation und regionale Unternehmensvielfalt für die breite Öffentlichkeit erlebbar macht. Ziel ist es, das Interesse an technischen Berufen zu fördern, den Dialog zwischen Wirtschaft und Bürgern zu stärken und dem Fachkräftemangel durch gezielte Nachwuchsförderung entgegenzuwirken.Auch die 2. Nacht der Technik hat gezeigt, wie viel Ingenieurskunst und Hightech im Landkreis Altenkirchen zu Hause sind. Durch die Kombination aus Erlebnisfaktor, Nachbarschaftsdialog und gezielter Fachkräftegewinnung hat das ursprünglich in Köln entwickelte Format auch beim zweiten Anlauf im Landkreis Altenkirchen überzeugt. Nach dem erneuten Erfolg planen die Veranstalter bereits voraus: Die nächste Nacht der Technik im AK-Land ist für den Herbst 2028 vorgesehen.

Zum ersten Mal nahmen die Firma Remondis (Altenkirchen, Foto links) und die Firma ALHO (Friesenhagen, Foto Mitte) teil. Reger Betrieb herrschte auch beim Technologie-Institut für Metall & Engineering TIME (Wissen), wo sich viele für den Schweiß-Simulator interessierten.
Foto links: Klaus Wohlmann (VDI/VDE)/ Foto Mitte u. unten: Iris Scharenberg-Henrich/ Kreisverwaltung
