KREIS ALTENKIRCHEN/ STEINEBACH. Wer beim nächsten Einkauf zur Müsli-Packung, zu Backmischungen oder zum Reis greift, sollte einmal kurz innehalten. Und nein, es geht nicht um das Haltbarkeitsdatum, sondern vielmehr um die Erkenntnis, dass dieses Produkt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit High-Tech und Know-how aus dem Kreis Altenkirchen im Regal gelandet ist. „Zu 90 Prozent sind die Verpackungen über unsere Logistik-Systeme gelaufen“, betonte René Eberz.
Mit „uns“ ist die Firma Krifft & Zipsner GmbH in Steinebach gemeint, die Eberz als Geschäftsführer leitet – ein weltweiter Marktführer und jüngst ausgezeichnet als „Business Innovator“ für zukunftsweisende Unternehmensleistungen.
Mehr als ein Grund also für Landrat Dr. Peter Enders, den Steinebachern persönlich zu gratulieren. Mit dabei waren Bürgermeister Joachim Brenner, Ortsbürgermeister Thorsten Schneider, Iris Scharenberg-Henrich (Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen) und Janine Dietershagen (Wirtschaftsförderung VG Betzdorf-Gebhardshain). Detaillierte Informationen erhielten die Besucher auch vom technischem Leiter Frank Schmitt.
Die Krifft & Zipsner GmbH, 1993 in Rosenheim gegründet, produziert Stapelwender sowie Transport- und Fördersysteme für namhafte Kunden der Verpackungs- und Druckindustrie, die oft selbst Global Player sind.
„Wir liefern unsere Systeme für sämtliche Arten von Paletten in die ganze Welt“, erklärte Eberz. Dabei setzt das Unternehmen auf Komplett-Lösungen aus einer Hand und ein extrem hohes Maß an Automatisierung. Seit 2014 werden in Kooperation mit einem anderen Mittelständler Roboterzellen in die Maschinen integriert.

Inzwischen ist die Mitarbeiterzahl auf 192 gestiegen (darunter zehn Auszubildende); die Geschäftsführung machte beim Besuch des Landrats aber auch keinen Hehl daraus, dass das immense Wachstum der vergangenen Jahre vielleicht einen Tick zu schnell abgelaufen war. Inzwischen ist wieder eine gute Relation von Umsatz und Gewinn erreicht, die Zeichen stehen klar auf weitere (gesunde) Expansion. Dafür sollen nicht nur neue Konstrukteure sorgen, sondern auch eine eigene Servicegesellschaft in den USA. „Die Amerikaner haben einen großen Nachholbedarf in Sachen Automation, daher sehen wir hier ein großes Potenzial“, so Eberz.
Überhaupt spielt der Service der Anlagen eine immer größere Rolle für Krifft & Zipsner, zuletzt konnte der Umsatz in diesem Bereich verdoppelt werden, mittelfristig sollen 30 bis 40 Prozent des Umsatzes damit erlöst werden.
Landrat Enders gestand nach einem Rundgang durch die Firmenhalle seine Überraschung: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier eine solche Erfolgsgeschichte höre. Es zeigt sich immer wieder, dass sich unsere zumeist inhabergeführten Unternehmen im Kreis hinter keinem noch so großen Namen verstecken müssen. Was das gesamte Team von Krifft & Zipsner Tag für Tag leistet, hat meine höchste Anerkennung.“
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