NISTERBERG. Höher hinaus geht es für Unternehmen im Kreis Altenkirchen kaum mehr – zumindest geografisch: Diese Spitzenposition hat die SKT Schrupp GmbH in Nisterberg in direkter Nachbarschaft des Stegskopfes inne. Und während es bei vielen anderen Betrieben im Kreis zumeist entweder um Metall oder Holz geht, dreht sich hier alles um Kunststoff. Vor Ort werden hochwertige Komponenten für die chemische Industrie und weitere Sparten gefertigt.
Das 25-jährige Bestehen von SKT Schrupp im vergangenen Jahr nahmen Landrat Dr. Peter Enders und Wirtschaftsförderer Lars Kober dieser Tage zum Anlass für einen Firmenbesuch, mit dabei auch Helmut Stühn, Bürgermeister der VG Daaden-Herdorf und Ortsbürgermeisterin Kirstin Höfer. Rede und Antwort standen den Gästen dabei Geschäftsführer Frank Wirdeier sowie Vertriebsleiter Sascha Latsch und Konstrukteur Dennis Köhler.
Der Name Schrupp existiert bereits seit über 90 Jahren. Die 1925 in Essen gegründete Firma siedelte 1935 nach Alsdorf um und produzierte, unter anderem Erzeugnisse aus thermoplastischem Kunststoff als rundherum noch die Hütten und Bergwerke in voller Blüte standen. Nach der Zerschlagung der Firma Schrupp 1999 wurde im Jahr 2000 die SKT Schrupp GmbH ins Leben gerufen, die sich seitdem auf ihr Know-how in der Kunststoffverarbeitung konzentriert.
Der erfolgreiche Neu-Start hatte aber auch seine Schattenseite in der Form, dass es in Alsdorf viel zu eng wurde. Daher wurde sich auf die Suche nach einem neuen Standort begeben. Und da passte es perfekt, dass die Firma Nimak ihre Hallen in Nisterberg gerade aufgegeben hatte – aus dem Tal ging es 2017 auf die Höhen des Westerwaldes.
Bei einem Rundgang durch die moderne Betriebsstätte mit großem CNC-Maschinenpark erhielten die Besucher einen Einblick in die Fertigung und die Anwendungsbereiche der Produkte aus Nisterberg. Produziert werden unter anderem Spezial-Armaturen, Absperr- und Drosselklappen, Schmutzfänger sowie Rückschlagventile – das alles auch gerne in XXL-Größe. Die Kunden kommen dabei aus der ganzen Welt. „Unsere Produkte werden hauptsächlich dort gebraucht, wo aggressive Medien wie Säuren oder Laugen zum Einsatz kommen“, erläuterte Wirdeier. Für den hohen Qualitätsstandard sorgt ein Team aus rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie zwei Auszubildenden.
„Die Firma SKT Schrupp ist ein gutes Beispiel dafür, wie vielfältig die Wirtschaft im Kreis Altenkirchen aufgestellt ist. Mein besonderer Dank gilt Frank Wirdeier, dass er vor 25 Jahren die Chance genutzt hat, diese wichtige Technologie weiterzuführen“, sagte Landrat Enders. Zugleich machte er darauf aufmerksam, dass es momentan für viele Unternehmen keine einfache Situation ist. „Ich bin aber fest davon überzeugt, dass es mit den richtigen Weichenstellungen auf bundespolitischer Ebene auch wieder aufwärts geht.“
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