KREIS ALTENKIRCHEN. „Mitarbeitergesundheit und soziale Verantwortung als Erfolgsfaktor“ – so lautete der Titel einer Online-Veranstaltung aus der Reihe „Zukunftsforum“, zu der die Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen die heimischen Unternehmen eingeladen hatte. Im Fokus stand dabei, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter in psychischen und physischen Belastungssituationen effektiv unterstützen können, ohne dabei selbst Kenntnis davon zu erlangen. „Damit übernehmen Arbeitgeber nicht nur soziale Verantwortung, sondern fördern das Wohlbefinden der Belegschaft und stärken die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen“, sagte Lars Kober, Leiter der Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen, bei der Begrüßung.
„Mitarbeiter, die sich um Facharzttermine oder die Organisation der Pflege Angehöriger kümmern müssen, haben oft den Kopf für ihre Arbeit nicht frei“, erklärte Referent Sebastian Schreiber. Er ist Geschäftsführer der iGuS – Gesund im Beruf gGmbH mit Sitz in Siegen, eine Tochtergesellschaft der Diakonie in Südwestfalen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Jürgen Schneider stellte er die Dienstleistungen von iGuS vor.
iGuS bietet den Mitarbeitern ihrer Auftraggeber eine exklusive Fachservice-Hotline an, die die Beschäftigten nutzen können, wenn sie z.B. einen Termin bei einem Facharzt benötigen, jemand in der Familie professionelle Pflege benötigt, Schulden oder psychische Probleme hat. „Die Hotline steht bei allen Fragen und Belastungen aus dem medizinischen, sozialen und psychischen Bereich zur Verfügung“, erklärte Schreiber. „Das Ganze erfolgt streng vertraulich. Der Arbeitgeber erhält lediglich eine anonymisierte Auswertung über die Nutzung der Hotline.“
Besonders gefragt ist dabei das Angebot zur Vereinbarung von Facharztterminen. An zweiter Stelle steht die Unterstützung bei der Organisation der Pflege Angehöriger, gefolgt von Anfragen zu sozialen Themen wie Schuldnerberatung, Sucht oder psychischer Probleme. Besetzt ist die Hotline mit geschulten Fachkräften. Ein wichtiger Vorteil: Auch die Angehörigen der Mitarbeiter können die Hotline nutzen. „Möglich ist es, auch nur einzelne Module zu buchen, falls es im Betrieb bereits Lösungen für bestimmte Bereiche gibt“, so Schreiber.
Über den Nutzen der Gesundheits- und Sozialhotline in der Praxis berichteten Ralph Rottler, Geschäftsführer der Horst Rottler Maschinenbau GmbH in Mudersbach, und Jessica Kasperlik, Personal-Managerin bei der Thomas GmbH in Herdorf.
„Die Firma Thomas stellt seinen Mitarbeitern und deren Angehörigen das Angebot von iGuS bereits seit rund zehn Jahren zur Verfügung. Die Kolleginnen und Kollegen und auch deren Familien nutzen den Service regelmäßig und empfinden das Angebot als totale Entlastung“, betonte Jessica Kasperlik. Die Hotline sei bei Thomas einer von mehreren Bausteinen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, zu dem unter anderem auch Angebote in den Bereichen Fitness, gesundes Essen, Bike-Leasing und ein Massage-Zuschuss gehören.
„Auch unsere 35 Beschäftigten und deren Angehörige wissen die Vorteile der Hotline sehr zu schätzen“, sagte Geschäftsführer Ralph Rottler. In dem Familienunternehmen, das auf die Entwicklung und Herstellung von Werkzeugmaschinen in Sonderausführung spezialisiert ist, kann die telefonische Unterstützung seit drei Jahren genutzt werden. Die iGuS-Mitarbeiter würden sich zum Beispiel um Arzttermine für Montage-Mitarbeiter kümmern, die unter der Woche nicht vor Ort sind. Für sie seien Termine montags morgens oder freitags nachmittags ideal.
„Das Angebot dieses professionellen telefonischen Service zeigt, wie Arbeitgeber ihre Mitarbeiter mit relativ wenig Aufwand in belastenden Lebenssituationen unterstützen können“, stellte Lars Kober abschließend fest.
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