INGELBACH-BAHNHOF. Es ist eine Erfolgsgeschichte, wie sie im Westerwald noch viel häufiger geschrieben werden könnte: Larissa Niyomushimiye aus Ruanda hat ihre Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin bei der Karl Georg GmbH in Ingelbach-Bahnhof erfolgreich abgeschlossen. Zur feierlichen Würdigung dieser besonderen Leistung kamen Landrat Dr. Peter Enders, die Bundestagsabgeordnete Ellen Demuth, Dr. Kathrin Schnaufer, Hauptgesellschafterin der Karl Georg Gruppe, Geschäftsführer Olaf Hees, Betriebsleiter Andreas Löhmann, Personalleiter Michael Gulden sowie der Leiter der Wirtschaftsförderung, Lars Kober, zusammen.
Pionierarbeit in der Fachkräftegewinnung
Die Karl Georg GmbH, europäischer Marktführer für Kranlaufräder mit rund 130 Beschäftigten, geht seit Jahren neue Wege in der Ausbildung. Über das Netzwerk „Spa(n)nende Perspektiven“ gewinnt das Unternehmen gezielt junge Menschen aus Ruanda für eine Ausbildung im Zerspanungsbereich. Larissa Niyomushimiye war 2022 die erste Auszubildende, die über diesen Weg nach Ingelbach kam. Mittlerweile beschäftigt Karl Georg fünf junge Menschen aus Ruanda – und die Erfahrungen sind durchweg positiv: Die Auszubildenden überzeugen mit sehr guten Noten in der Berufsschule und haben sich auch außerhalb des Betriebs hervorragend integriert. So engagiert sich ein Auszubildender im örtlichen Fußballverein, ein weiterer ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr.
Engagement weit über die Werkbank hinaus
Das Engagement der Karl Georg GmbH erstreckt sich auch auf das Herkunftsland der Auszubildenden: In Zusammenarbeit mit der Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP hat das Unternehmen die Renovierung zweier Schulgebäude in Nyamirama II, westlich von Kigali, ermöglicht. Sechs neue Klassenräume mit Wasseraufbereitungsanlagen bieten dort nun rund 1.100 Kindern und Jugendlichen bessere Bildungschancen. Anfang 2025 wurde die Schule feierlich eingeweiht – eine Delegation unter Leitung von Dr. Kathrin Schnaufer war vor Ort dabei.

